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  • Interview: Museum für Kommunikation Berlin

    Interview: Museum für Kommunikation Berlin

    FETE BERLIN: Könntet Ihr Euch als Musikort in Berlin kurz vorstellen?

    Museum für Kommunikation Berlin: Das Museum für Kommunikation ist ein Ausstellungsort, aber auch ein Bildungs- und Veranstaltungsort, an dem viele unterschiedliche, oft auch ungewöhnliche kulturelle Veranstaltungsformate stattfinden. Chormusik im Lichthof, Punk im Kaffeehaus oder Silent Disco. Musik ist ein wichtiger Baustein unseres Programms, das darauf fokussiert ist, Themen sichtbar zu machen und Debatten zu fördern. Die MaLisa Stiftung arbeitet zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in der Musik- und Medienbranche. Dieses Jahr veranstalten wir erstmals eine Kooperationsbühne im Museumshof des Museums für Kommunikation.

    FETE BERLIN: Von wann bis wann läuft euer FETE-Programm?

    Museum für Kommunikation Berlin: Unser Programm “Uni BigBand und Female Fête” in Kooperation mit der MaLisa Stiftung findet von 16 bis 22 Uhr im Museumshof statt. Die UniBigBand eröffnet mit Jazz am Nachmittag und am 17:30 Uhr startet die Female Fete. Der Museumseintritt ist während dieser Zeit übrigens auch kostenlos.

    FETE BERLIN: Auf welches Konzert oder auf welchen Musik-Act freut Ihr Euch in diesem Jahr besonders?

    Museum für Kommunikation Berlin: Wir freuen uns, auf unserer Bühne vor allem Fem* Artists präsentieren zu können, denn die Musikbranche ist immer noch sehr männerdominiert, wie die MaLisa Stiftung 2022 in ihrer Recherche “Gender in Music” aufzeigen konnte. Ganz besonders freuen wir uns darüber, das erste Berlinkonzert der Wiener Rapperin Kitana präsentieren zu dürfen. Doch auch die anderen Musiker*innen sind großartig: Die UniBigBand der Berliner Hochschulen und Rapperinnen und Musikerinnen wie Haszcara, die viele ihrer Tracks vollständig selbst produziert, die Popmusikerin Diana Goldberg, die mit ihrer Band auftritt, Becks, die viele bisher vor allem von TikTok kennen und die Frankfurter Rapperin Josi.

    FETE BERLIN: Wir möchten die Fête de la Musique peu-à-peu nachhaltiger gestalten. Was macht Ihr als Musikort bereits in dieser Richtung, wo seht Ihr leicht umsetzbare Maßnahmen, die andere ebenfalls unternehmen können und was sind große Hürden für Euch in Puncto “Greener Fete” / Nachhaltigkeit im Eventbereich?

    Museum für Kommunikation Berlin: Als Museum setzen wir bereits konkrete Maßnahmen um. Die gesamte Beleuchtung ist auf energiesparende LEDs umgestellt. Auch die Scheinwerfer, die für die Fête zusätzlich zum Einsatz kommen, sind energieeffizient. Unsere Ausstellungen sind als Wanderausstellungen konzipiert, die über einen langen Zeitraum an mehreren Orten gezeigt werden. Das spart Ressourcen. Auch unsere Veranstaltungen sind häufig so konzipiert, dass sie an anderen Orten stattfinden können. Darüber hinaus gibt es viel Handlungspotential, beispielsweise bei der Herstellung von Printprodukten und Energieeffizienz. Als öffentliche Institution sehen wir uns in der Verantwortung, sozial nachhaltig zu agieren. Gagen für Künstler:innen liegen bei uns immer über dem Mindestsatz. Als Lernort wollen wir über Klimanotstand, Klimaschutz und Nachhaltigkeit informieren. Ab September ist im Museum für Kommunikation KLIMA X, eine Ausstellung zur Klimakommunikation zu sehen sein. Diese gibt konkrete Handlungshinweise für den Weg zu einer nachhaltigen Welt und motiviert dazu, vom Wissen zum Handeln zu kommen. Anknüpfend an die Ausstellung planen wir konkrete Maßnahmen, wie eine Begrünung des Museumshofs.

    FETE BERLIN: Gibt es Musikorte, Venues oder Institutionen in Berlin, die für Euch Vorbilder sind?

    Museum für Kommunikation Berlin: Inspirierend sind für uns andere Mehrspartenausstellungshäuser, wie das Haus der Kulturen der Welt oder das Humboldtforum, die unterschiedliche Formate vereinen und dabei versuchen, einen verantwortungsbewussten Fokus hinsichtlich Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit zu setzen.

    FETE BERLIN: In welchen Bereichen würdet Ihr Euch mehr Unterstützung wünschen?

    Museum für Kommunikation Berlin: Wie so oft fehlt es an personellen Kapazitäten und finanziellen Mitteln. Hilfreich wären konkrete Hinweise hinsichtlich der Effektivität einzelner Maßnahmen. Wie wichtig ist es, die Flyer und Plakate auf Recyclingpapier drucken zu lassen? Am besten wäre doch, sie gar nicht zu drucken?

    FETE BERLIN: Die Fête de la Musique ist ein Fest der Musik, das bunt, divers, abwechslungsreich und offen für alle Menschen ist! Ist Euer Venue barrierefrei oder -arm?

    Museum für Kommunikation Berlin: Das Museum für Kommunikation und der Museumshof als Veranstaltungsort der Fête de la Musique sind größtenteils barrierefrei. Wir bieten für Menschen im Rollstuhl und anderen Gehbehinderungen einen barrierefreien Zugang zur Bühne und barrierefreie Toiletten, so dass alle gemeinsam ein schönes Feiererlebnis haben können.

    FETE BERLIN: Was erleben Eure Gäste an einem “normalen” Tag bei Euch im Venue und was erleben sie bei der Fête de la Musique?

    Museum für Kommunikation Berlin: An einem “normalen” Tag schauen sich Besucher:innen die Ausstellungen an, Schüler:innen erleben in Workshops Kommunikationsgeschichte und -themen. Der Museumshof ist meistens leer. Zur Fête de la Musique füllen wir diesen in Kooperation mit der MaLisa Stiftung mit einem bunten Musikprogramm. Ab 16 Uhr spielt die UniBigband Originalarrangements von Berliner Jazz-Komponisten und Klassiker des Jazz- und Poprepertoires. Anschließend wird ab 17.30 Uhr die Vielfalt des Fem* Rap & Pop gefeiert. Es spielen die Artists Haszcara, Kitana, Becks, Diana Goldberg und Josi. Die Female Fête, presented by MaLisa Stiftung unterstreicht die Relevanz von Geschlechtervielfalt in der Musikbranche und lässt mit 100 % female powered voice and sound die vielen weiblichen Talente im Business hochleben.

    Vielen Dank, wir freuen uns, dass Ihr bei der Fête de la Musique in Berlin dabei seid!

    Foto (c) Jim Kroft

  • Interview: Alte Dorfschule Rudow e.V.

    Interview: Alte Dorfschule Rudow e.V.

    FETE BERLIN: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Der Kulturverein Alte Dorfschule Rudow e.V. bespielt die Alte Dorfschule in Alt-Rudow aus dem Jahr 1890 und deren Schulhof seit mehr als 20 Jahren unter dem Motto „Kultur ganz nah“ mit diversen Kulturveranstaltungen (Musik, Theater, Malerei, Tanz, Kinderveranstaltungen, textiles Werken, Literatur) für die unterschiedlichsten Alters- und Zielgruppen. Der Verein arbeitet fast ausschließlich ehrenamtlich und bietet einerseits feste Gruppen, die sich kulturell betätigen wollen Raum und führt andererseits jährlich viele Kulturveranstaltungen auch open-air durch. Der Verein arbeitet gemeinnützig und fördert Demokratie und Vielfalt und Toleranz im Stadtteil. Es bestehen Kooperationen mit etlichen anderen öffentlichen, kirchlichen und gemeinnützigen Veranstaltern und mit der AG Rudow, der Kooperation der Rudower Geschäftsleute. Der Bezirk Neukölln fördert und unterstützt den Verein, der von vielen RudowerInnen aktiv und passiv gefördert wird.

    FETE BERLIN: Seit Ihr das erste Mal bei der Fête de la Musique dabei oder eher „alte Hasen“?

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Wir sind jetzt bereits im dritten Jahr mit Freude dabei.

    FETE BERLIN: Wie ist das Programm von Euch in diesem Jahr bei der Fête de la Musique Berlin?

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Im Hof der Alten Dorfschule werden unterschiedliche Musikerinnen und Musiker auftreten. Das Programm reicht von Folkmusic über Popmusik bis zu südamerikanischen Rhythmen und Klängen und wird begleitet von einer Trommelschule.

    FETE BERLIN: Ist Euer Ort zum Feiern zugänglich für Menschen mit Beeinträchtigung?

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Ja, die Veranstaltung findet openair und ebenerdig statt und die Toiletten sind unmittelbar im Hof. Eine Behindertentoilette mit Rampe für RollstuhlfahrerInnen ist vorhanden.

    FETE BERLIN: Wenn Musiker*innen enttäuscht sind, dass sie keine Gage während der Fête de la Musique erhalten – was sagt Ihr ihnen bzw. was sind die „Benefits“?

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Wir haben ein tolles Publikum, das richtig mitgeht und einen guten Service für die Musikerinnen und Musiker im Backstagebereich.

    FETE BERLIN: Gibt es Musikorte, Venues oder Institutionen in Berlin, die für Euch Vorbilder sind?

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Nein, die Veranstaltung reiht sich in unsere Veranstaltungen ein und ergänzt diese gut um weitere Aspekte. Es treten MusikerInnen auf, die nicht selten später auch in unseren regelmäßigen Veranstaltungen dabei sind.

    FETE BERLIN: Wenn Ihr auf die letzten 5 Jahre guckt und auf die Fête in diesem Jahr, dann denkt Ihr:

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: …..hoffentlich wird das Wetter wieder gut!…..

    FETE BERLIN: Berlin ist weltoffen, tolerant, bunt, verrückt und schön – wir möchten auch im Rahmen der Fête ein Bild abgeben, dass strahlt und alle Menschen von überall einlädt, Musik in unserer Stadt zu erleben. Was ist Eure Aussage gegen Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung?

    Alte Dorfschule Rudow e.V.: Ganz klare Position: Für Demokratie und Vielfalt, gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung!

    Wir freuen uns sehr, dass Ihr als „Wiederholungstäter“ mit dabei seid!

  • Interview: FMP1

    Interview: FMP1

    FETE BERLIN: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

    FMP1: Wir sind das FMP1. Eigentlich ein buntes Bürohaus mit 130 Mieter:innen aus den verschiedensten Branchen. Aber darüber hinaus haben wir tolle Veranstaltungsräume, ein kleines Café und sind im Sommer mit dem B!Ware Ladenkino aus Friedrichshain auch eine besondere Sommerkino-Location. Wir organisieren selbst eine Menge Ausstellungen und Veranstaltungen bei uns im Haus und nun auch vor dem Haus: auf unserem schönen neugestalteten Franz-Mehring-Platz,

    FETE BERLIN: Seit Ihr das erste Mal bei der Fête de la Musique dabei oder eher „alte Hasen“?

    FMP1: Das erste Mal waren wir 2014 bei der Fête de la Musique dabei. Auch wenn wir durch die Pandemie drei Jahre keine Bühne vor dem Haus hatten, sind wir schon 10 Jahre dabei.

    FETE BERLIN: Wie ist das Programm von Euch in diesem Jahr bei der Fête de la Musique Berlin?

    FMP1: Das Programm bei uns ist immer mit dem Fokus auf lateinamerikanischer Musik. Wir haben hier bei uns im Haus einen kleinen chilenischen Kulturverein mit dem wir von Anfang an gemeinsam das Programm gestaltet.

    FETE BERLIN: Gestaltet Ihr Euren Ort und Eure Veranstaltung – im Rahmen Eurer Möglichkeiten – nachhaltig bzw. möglichst umweltfreundlich? Wenn ja, welche Maßnahmen setzt Ihr schon um – und wo gibt es Hürden für Euch in der Umsetzung?

    FMP1: Da unser Bürohaus nicht nur mit Ökostrom versorgt wird, sondern durch eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach ist der Strom für unsere Musik grün.

    FETE BERLIN: Wenn Musiker*innen enttäuscht sind, dass sie keine Gage während der Fête de la Musique erhalten – was sagt Ihr ihnen bzw. was sind die „Benefits“?

    FMP1: Arbeit sollte immer bezahlt werden. Wenn man es als eine öffentliche Probe für die eigene Kunst ansieht, um auch einem eher fremden Publikum seine Musik zu zeigen ist das doch ein toller Benefit.

    FETE BERLIN: Wenn Ihr auf die letzten 5 Jahre guckt und auf die Fête in diesem Jahr, dann denkt Ihr:

    FMP1: Toll das trotz Pandemie und anderen Widrigkeiten dieses einzigartige Musikevent in unserer großartigen Stadt Berlin, bezirksweit, stattfindet.

    FETE BERLIN: Berlin ist weltoffen, tolerant, bunt, verrückt und schön – wir möchten auch im Rahmen der Fête ein Bild abgeben, dass strahlt und alle Menschen von überall einlädt, Musik in unserer Stadt zu erleben. Was ist Eure Aussage gegen Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung?

    FMP1: FMP1 ist kein Ort für Mieter:innen und Veranstaltungen sowie deren Gäste, die rechtsextreme, rassistische, nationalistische, verfassungsfeindliche, chauvinistische oder antisemitische Ideen und Positionen propagieren. Aufrufe zum Einsatz bzw. Erklärungen zur Rechtfertigung von terroristischer Gewalt bzw. sonstiger Gewalt zur Lösung internationaler oder innergesellschaftlicher Konflikte haben am FMP1 keinen Platz. Ebenso ist er kein Ort, an dem Einzelne oder Gruppen unabhängig von ihrer regionalen oder sozialen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung in welcher Form auch immer diskriminiert werden.

    FETE BERLIN: Was bedeutet Dir und Euch die Fête de la Musique ganz persönlich?

    FMP1: Dem Kiez, der Nachbarschaft, etwas geben, woran sie und auch wir Freude haben, um gemeinsam einen tollen Tag zu verbringen.

    Schön, dass Ihr wieder mitmacht. Wir freuen uns auf Euch!

  • Interview: Alois S. Bühne

    Interview: Alois S. Bühne

    FETE BERLIN: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

    Alois S. Bühne: Wir sind eine spanische TapasBar. Uns gibt es schon 24 Jahre lang.

    FETE BERLIN: Seit Ihr das erste Mal bei der Fête de la Musique dabei oder eher „alte Hasen“?

    Alois S. Bühne: Es ist eine Premiere. Bis jetzt waren wir noch nicht als Veranstalter dabei.

    FETE BERLIN: Wie ist das Programm von Euch in diesem Jahr bei der Fête de la Musique Berlin?

    Alois S. Bühne: Das Programm erstreckt sich über Pop, Rock bis hin zur elektronischen Musik.

    FETE BERLIN: Ist Euer Ort zum Feiern zugänglich für Menschen mit Beeinträchtigung?

    Alois S. Bühne: Der Ort ist zugänglich für Rollstühle.

    FETE BERLIN: Wenn Musiker*innen enttäuscht sind, dass sie keine Gage während der Fête de la Musique erhalten – was sagt Ihr ihnen bzw. was sind die „Benefits“?

    Alois S. Bühne: Die Musiker wissen meistens schon, dass es für Auftritt bei der Fete de la Musique keine Gage gibt. Motivation ist immer der Spass am Musizieren und Feiern.

    FETE BERLIN: Wenn Ihr auf die letzten 5 Jahre guckt und auf die Fête in diesem Jahr, dann denkt Ihr:

    Alois S. Bühne: Wir sind froh, dass die Veranstaltung wieder ganz normal veranstaltet werden kann.

    FETE BERLIN: Berlin ist weltoffen, tolerant, bunt, verrückt und schön – wir möchten auch im Rahmen der Fête ein Bild abgeben, dass strahlt und alle Menschen von überall einlädt, Musik in unserer Stadt zu erleben. Was ist Eure Aussage gegen Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung?

    Alois S. Bühne: Nur der kleine Geist hat Probleme mit dem Anderen!

    FETE BERLIN: Wird Deutschland Europameister?

    Alois S. Bühne: Klar doch!!

    Schön, dass Ihr zum ersten Mal mit dabei seid!

  • Interview: Seebad Friedrichshagen

    Interview: Seebad Friedrichshagen

    FETE BERLIN: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

    Seebad Friedrichshagen: Wir sind keine klassische OpenAir-Bühne. Wir sind ein Strandbad und im Winter gibt’s bei uns eine Eisbahn. Meistens geht es bei uns sehr familiär zu. Gerade deshalb, gehören auch bekannte Namen aus der Musikszene zu unseren Stammgästen. Doch wenn bei uns zu einem öffentlichen Event geladen wird, kann es schon mal richtig eng werden. Wenn dann noch Livemusik angesagt ist, wird auch ordentlich das Tanzbein geschwungen.

    FETE BERLIN: Seit Ihr das erste Mal bei der Fête de la Musique dabei oder eher „alte Hasen“?

    Seebad Friedrichshagen: Nein, offiziell sind wir zum dritten Mal dabei. Nach unserem baustellenbedingten Spontanumzug 2023 mit 5 Bands, starten wir in diesem Jahr wieder direkt am Ufer des Müggelsees durch.

    FETE BERLIN: Habt Ihr eine besonders schöne, verrückte oder lustige Anekdote zur Fête de la Musique?

    Seebad Friedrichshagen: Verrückte Anekdoten gibt’s bei uns viele. Eine davon wäre sicher z.B. unser Umzug in eine andere Location im vergangenen Jahr. Die Bühne war vorbereitet, das Programm geplant und 500 Gäste erwartet. Doch keine 48 Stunden vorm Start standen wir kurz vor einer Absage. Wie durch ein Wunder fanden wir „Asyl“ an einem anderen Spielort. Nichts mit Ambiente am See und keine Aussicht auf Einnahmen aus der Gastronomie. Unsere wunderbaren Musiker und unser großartiges Publikum zogen ohne zu zögern mit uns um. 2024 wiederholen wir die Fete vor Jahresfrist und sagen damit auch Danke, an alle Unterstützer 2023.

    FETE BERLIN: Wie ist das Programm von Euch in diesem Jahr bei der Fête de la Musique Berlin?

    Seebad Friedrichshagen: Eigene Songs stehen bei uns im Vordergrund. Rap, Rock und Ska werden bei uns für Stimmung sorgen. Und natürlich gibt’s auch wieder etwas zum Zuhören bei uns. „Nimm dir einmal die Zeit“ und komm vorbei …

    FETE BERLIN: Habt Ihr Tipps für Touristen aus dem In- und Ausland, die zur Fête de la Musique in Berlin sind?

    Seebad Friedrichshagen: Wir empfehlen die Anreise mit Öffis oder Fahrrad. Bewegt euch ruhig mal raus aus der City.

    FETE BERLIN: Gestaltet Ihr Euren Ort und Eure Veranstaltung – im Rahmen Eurer Möglichkeiten – nachhaltig bzw. möglichst umweltfreundlich? Wenn ja, welche Maßnahmen setzt Ihr schon um – und wo gibt es Hürden für Euch in der Umsetzung?

    Seebad Friedrichshagen: Wir geben unser Bestes. Mehrweg und Pfand sind bei uns fast Standard.

    FETE BERLIN: Wenn Musiker*innen enttäuscht sind, dass sie keine Gage während der Fête de la Musique erhalten – was sagt Ihr ihnen bzw. was sind die „Benefits“?

    Seebad Friedrichshagen: Enttäuschte Musikerinnen und Musiker gibts bei uns nicht.

    FETE BERLIN: Gibt es Musikorte, Venues oder Institutionen in Berlin, die für Euch Vorbilder sind?

    Seebad Friedrichshagen: Eigentlich nicht. Inzwischen werden wir selbst das Vorbild genommen und oft genug kopiert. Sch… Eigenlob …

    Vielen Dank! Wir freuen uns, dass Ihr dabei seid.

  • Interview: Theater am Insulaner

    Interview: Theater am Insulaner

    FETE BERLIN: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

    Theater am Insulaner: Wir sind die Shakespeare Company Berlin, die das Theater am Insulaner betreibt. Das Theater ist ein halbrundes Open Air Theater mit überdachter 6x8m großen Bühne und 400 Sitzplätzen von denen 330 überdacht sind. Damit eignet es sich unseres Erachtens bestens für die fete dela musique. Viele Mitglieder des Ensembles sind selbst auch als Musiker unterwegs. Während der Fete hat unsere Gastro geöffnet.

    FETE BERLIN: Seit Ihr das erste Mal bei der Fête de la Musique dabei oder eher „alte Hasen“?

    Theater am Insulaner: Ja, first time!

    FETE BERLIN: Wie ist das Programm von Euch in diesem Jahr bei der Fête de la Musique Berlin?

    Theater am Insulaner: Wir beginnen mit Colliding Giants, die sehr rocketing Musik machen. Mit dabei unser Ensemblemitglied Thilo Herrmann. Danach werden wir funkig / jazzig mit der Funky Lamb Organ Connection (FLOC),. An der Orgel unser Ensemblemitglied Stefan Plepp. Danach haben wir von 17:30Uhr an noch einen ca 1stündigen Slot frei. Ab 20 Uhr sind Herrmann und Plepp neben 4 weiteren Kollegen auf derselben Bühne in unserer Inszenierung von Macbeth zu sehen, in der sie ebenfalls auch live Musik performen. Das könnte sehr reizvoll für die Zuschauer sein.

    FETE BERLIN: Habt Ihr Tipps für Touristen aus dem In- und Ausland, die zur Fête de la Musique in Berlin sind?

    Theater am Insulaner: Mixture from theatre and live music.

    FETE BERLIN: Ist Euer Ort zum Feiern zugänglich für Menschen mit Beeinträchtigung?

    Theater am Insulaner: Ja. Sowohl Tribüne als auch Gastro und Toiletten.

    FETE BERLIN: Wenn Musiker*innen enttäuscht sind, dass sie keine Gage während der Fête de la Musique erhalten – was sagt Ihr ihnen bzw. was sind die „Benefits“?

    Theater am Insulaner: Hut hinstellen. Getränke frei!

    FETE BERLIN: Berlin ist weltoffen, tolerant, bunt, verrückt und schön – wir möchten auch im Rahmen der Fête ein Bild abgeben, das strahlt und alle Menschen von überall einlädt, Musik in unserer Stadt zu erleben. Was ist Eure Aussage gegen Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung?

    Theater am Insulaner: Wer nicht nur Klassik und Volksmusik hören möchte, der sollte realisieren, dass ein Großteil der populären Musik und Musiker*Innen nicht aus Deutschland kommt.

    FETE BERLIN: Was bedeutet Dir und Euch die Fête de la Musique ganz persönlich?

    Theater am Insulaner: Ich spiele seit Jahren tolle Shows zur Fete de la Musique. Musik umsonst hören, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Zuschauer anziehen, die unsere Musik vielleicht sonst nicht hören würden, aber zu Fans werden!

    Vielen Dank, dass Ihr dabei seid!

  • Werde ein*e Unterstützer*in der Fête de la Musique Berlin

    Werde ein*e Unterstützer*in der Fête de la Musique Berlin

    Es gibt diverse Wege und Möglichkeiten, sich bei der Fête de la Musique einzubringen. Na klar, die offensichtlichste Art ist es, als Bühne ein Konzert zu organisieren oder als Musiker*in dabei zu sein. Oder natürlich als Gast eines der vielen kostenfreien Konzerte zu besuchen. Aber das ist noch nicht alles. Denn man kann auch als Unterstützer*in ein Tel der #FETEBerlin werden. 

    Welche Ansätze bestehen, die Fête de la Musique zu unterstützen, das möchten wir Euch in diesem Artikel aufzeigen bzw. anreißen, denn der Fantasie und den Möglichkeiten sind natürlich keine Grenzen gesetzt und gehen über unsere Ideen hinaus. 

    Think big or forget it? Nope, wir fangen im Kleinen an und tasten uns vor!

    Als Privatperson Euren Support anbieten

    Euer Support kann im Kleinen starten. Im Bilateralen und als Privatperson. Im einfachen Dasein und Helfen und das natürlich bei der Bühne oder Artist Eures Vertrauens. Unkomplizierte und niederschwellige Angebote sind zum Beispiel: 

    • Straßenmusiker*innen etwas in den Hut werfen
    • Soundengineering für eine Bühne anbieten
    • Technik-Support oder -verleih ermöglichen 
    • Ein Catering anbieten  
    FETE Support guidance (Spruch)

    Als Ladengeschäft oder Dienstleister ein Presenting oder kleines Sponsoring vereinbaren

    Wenn Ihr ein lokales Geschäft oder eine lokale Dienstleistung anbietet, findet sich bestimmt auch eine Leistung, die Ihr einer Bühne vor Ort anbieten könnt und dann auf eine passende Art dafür Werbung und Sichtbarkeit für Eure Arbeit erzielen könnt. Dafür bieten wir in unserem Matchmaking-Tool eine Übersicht an Bühnen an. Ihr könnt Euch als Unterstützer*in dort registrieren und nach passenden Partnern suchen. Der Rest, also das Quid pro Quo und die Art der Unterstützung liegt dann bilateral bei Euch und der Bühne. 

    Über eine lokale Sichtbarkeit hinausgehende Kooperationen

    Auch Kampagnen, die mehrere Bühnen einschließen, können – von Euch initiiert und mit unserer Unterstützung (so gewollt) – durchgeführt werden. Denkbar ist zum Beispiel eine Unterstützung von besonders nachhaltigen, umweltfreundlichen oder inklusiven Bühnen oder Acts. Wenn Ihr Interesse habt, aber Euch noch Ansprechpartner*innen oder Konzeptanstöße fehlen, meldet Euch gern bei uns unter hallo@fetedelamusique.de .

    Sponsor der Fête de la Musique werden

    Für dieses Jahr mag es schon ein bisschen spät sein, aber wir möchten schon hier bereits eine gedankliche Saat ausstreuen und Euch Raum für Ideen und Initiativen geben. 

    Was bisher nicht möglich war, machen die finanziell – überall – kleiner werdenden Spielräume nun nötig. Die Fête de la Musique zeigt sich offen für Sponsorings. Da die Palette der potenziellen Kooperationen auf der einen Seite immens sind, auf der anderen Seite Rücksicht auf die plurale und diverse Interessen- und vor allem Meinungslage aller Teilnehmenden genommen werden sollte, ist auch hier eine direkte Kommunikation mit dem Team der Fête de la Musique der beste Weg. Meldet Euch gern bei hallo@fetedelamusique.de .

    Zum Thema Hauptsponsoring der Fête de la Musique Berlin

    Wenn Ihr zufällig ein großes Unternehmen seid oder kennt, das gut zur Fête de la Musique passt und die riesige Reichweite für Werbebotschaft, die nicht im Widerspruch zum Geist der Fête de la Musique stehen, nutzen möchte: bitte tretet mit uns in Kontakt! Wir freuen uns auf das Stricken spannender Marketing-Kooperationen.

    Zu allen Punkten: Weitersagen, Weiterentwickeln und Eigeninitiative ankurbeln jederzeit erlaubt! 

    Titelbild (c) Jim Kroft / zweites Bild: (c) Eva Bronzini via Pexels

  • Greener Fête – wieso, weshalb, warum!

    Greener Fête – wieso, weshalb, warum!

    Berlin hat das Ziel, bis 2050 vollständig klimaneutral zu werden, und hält dabei mit anderen globalen westlichen Städten Schritt, die dasselbe beabsichtigen. Dies zu erreichen liegt weniger an technischen Innovationen, sondern vielmehr an sozialen Veränderungen – und Veränderungen in unserer Denkweise.

    Und natürlich ist die Fête de la Musique voll dabei! Seit 2019 verfolgen wir die Idee, sicherzustellen, dass wir eine so grüne Fête wie möglich haben, und haben dies zu einem zentralen Punkt unserer Planung gemacht.

    Durch das Projekt „Grüner Fête“, das 2019 ins Leben gerufen wurde, arbeitet die Fête de la Musique, zusammen mit Jacob Bilabel, Gründer der Green Music Initiative, Dr.-Ing. Birte Jung als Expertin für nachhaltige Veranstaltungen im öffentlichen Raum und den Bühnenpartner, die an der Fête beteiligt sind, daran, sicherzustellen, dass Klimaschutz und Musikgenuss keine Gegensätze sind.

    Es reicht nicht aus, dass das Orga-Team der Fête grün denkt, sondern auch die Bühnen sollten dies berücksichtigen.

    Die Fête de la Musique ist fast einzigartig in ihrer dezentralen Struktur, mit rund 200-300 Orten, die ihre eigenen Konzerte und Ansätze organisieren. Das bringt die Herausforderung mit sich, dass es nicht ausreicht, dass das organisatorische Team der Fête grün denkt, sondern auch die Bühnen dies berücksichtigen sollen.

    To leave the world better than you found it, sometimes you have to pick up other people’s trash.”

    — Bill Nye (“The Science Guy”), amerikanischer Fernsehmoderator und Autor

    Wenn du einer der vielen Bühnen bist, von denen wir begeistert sind und wissen, dass sie bei der diesjährigen Fête de la Musique 2024 Live-Musik veranstalten, gibt’s hier einige Ideen, über die du nachdenken kannst, um die Fête grüner zu machen.

    Nachhaltigkeit von Anfang an priorisieren

    Bei der Organisation einer Veranstaltung jeglichen Ausmaßes sind die Anfangsplanungsphasen entscheidend. In dieser Zeit kann man überlegen, wie man umweltfreundliche Ideen in die Grundlage der Veranstaltung integrieren kann.

    The greatest threat to our planet is the belief that someone else will save it.”


    – Robert Swan, British Polarforscher und Umweltaktivist

    Die Nachhaltigkeit von Anfang an zu einem Eckpfeiler unseres Veranstaltungsplanungsprozesses zu machen, ermöglicht es, Chancen zu ergreifen, die sonst verpasst werden könnten. Dieser proaktive Ansatz reduziert nicht nur die negativen Auswirkungen der Veranstaltung auf die Umwelt, sondern hilft auch, unnötige Probleme zu vermeiden.

    Umweltfreundliche Partnerschaften bilden

    Der Erfolg eines grünen Events hängt oft vom Grad der Beteiligung aller Parteien ab. Die frühzeitige Einbindung von Lieferanten, Caterern und anderen Partnern in deine umweltfreundlichen Bemühungen kann sicherstellen, dass alle an einem Strang ziehen. 

    Umgang mit Lebensmittelabfällen

    Lebensmittel sind ein integraler Bestandteil jeder Veranstaltung, und eider auch Lebensmittelabfälle. Versuche sicherzustellen, dass jegliche Verpackungen so umweltfreundlich wie möglich sind (kein Styropor, so wenig Plastik wie möglich) und verwende Papier, Karton oder Bambus sowie ein Rückgabesystem. Lebensmittelabfälle selbst sollten so weit wie möglich reduziert werden, und das, was übrig bleibt, kann in einem speziellen Behälter für Lebensmittelabfälle gesammelt werden, der abgeholt oder zu einer klimafreundlichen Anlage für Lebensmittelabfälle gebracht werden kann. Versuche zum Beispiel entsorgung.de.
    Und für übrig gebliebene Lebensmittel denke darüber nach, Partnerschaften zu schließen, mit Organisationen wie:

    „Richtiges“ Platzieren von Mülltonnen

    Auch wenn es trivial erscheinen mag, kann die Platzierung von Recyclingbehältern enormen Einfluss auf ihre effektive Nutzung haben. Eine optimale Platzierung der Mülltonnen während deiner Veranstaltung kann die Gäste und das Personal dazu ermutigen, die Behälter ordnungsgemäß zu nutzen. Das Verständnis für den Personenfluss durch deinen Veranstaltungsraum kann helfen, die besten Standorte für deine Behälter zu bestimmen. Zum Beispiel Aschenbecher dort, wo Menschen rauchen; Papier- und Plastikbehälter neben dem Ort, an dem die Menschen essen werden – oder ihre Mahlzeiten beenden. Und versuche sicherzustellen, dass du ein Pfandsystem für deine Plastikgläser hast, damit die Leute sie zurückgeben.

    Klare Beschilderung bereitstellen

    Wenn es um Recycling geht, ist Klarheit entscheidend. Klare, leicht verständliche Grafiken auf deinen Recyclingbehältern können den Menschen auf dem Konzert helfen, schnell die richtige Wahl zu treffen. Es ist bewährte Praxis, Bilder der relevanten Produkte während deines Konzerts zu verwenden, da dies den Gästen hilft, zu erkennen, wohin was gehört. Dieser Ansatz kann auch Sprachbarrieren überwinden und eine schnelle Entscheidungsfindung auch inmitten der Aufregung des Tages sicherstellen.

    Die Veröffentlichung deiner Nachhaltigkeitsziele

    Transparenz über deine Nachhaltigkeitsziele kann Begeisterung wecken und zur Teilnahme anregen. Du kannst diese Informationen über verschiedene Kanäle wie deine Website, soziale Medien, Poster und das Veranstaltungsprogramm kommunizieren. Indem du alle über deine umweltfreundlichen Initiativen informierst, kannst du ein Klima kollektiver Verantwortung und Aktion fördern.

    Und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass dein Auftritt so umweltfreundlich wie möglich ist! In unserem Blog findest du im Vorfeld der FETE weitere Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit!

    Fotos (c) Titel: Nirgendwo / Straßenmusiker: Mart Productions via Pexels / Berliner Dom: Siegfried Poepperl via Pexels / Signs: Tim Mossholder via Pexels

  • Mythen und Fakten über das Mitmachen bei der Fête de la Musique in Berlin

    Mythen und Fakten über das Mitmachen bei der Fête de la Musique in Berlin

    Die Fête de la Musique gibt es nun schon seit über 20 Jahren in Berlin – und nichtsdestotrotz halten sich einige Mythen über das Spielen und Mitmachen bei der Fête de la Musique. Wie, warum und wann kann man also an diesem größten Open-Air-Musikereignis des Jahres in Berlin teilnehmen? Wir haben einige Mythen und Fakten dazu für Euch zusammengestellt.

    Wieso, weshalb, warum Fête de la Musique Berlin

    • was war der Ursprung der Fête de la Musique,
    • was müsst / könnt Ihr tun, wenn Ihr an diesem Tag auftreten wollt, und
    • wie kann man eine Bühne / einen Veranstaltungsort für einen Auftritt finden.

    Und natürlich auch, WARUM Ihr das tun solltet

    Aber zuerst: ein kurzer Absatz, um zu erklären, was die Fête de la Musique – in einigen Ländern auch Make Music Day, Music Day oder World Music Day genannt – ist, wie sie entstanden ist und worum es geht.

    Es war ein sonniger Tag (das vermuten wir mal) in Paris, als Jack Lang, der damalige Kulturminister der Stadt, aus dem Fenster schaute und dachte: „Mon Dieu!“ (oder so ähnlich), denn er hörte gerade die verblüffende (wie er damals dachte) Tatsache, dass jeder zweite junge Franzose ein Instrument spielte oder sang. Aber wo waren diese Leute?

    Er wandte sich an seinen frisch ernannten Direktor für Musik und Tanz im französischen Kulturministerium, einen gewissen Maurice Fleuret, und bat ihn um Hilfe. Monsieur Fleuret kam auf das Konzept „Musique partout et le concert nulle part“, was so viel bedeutet wie „Musik überall und nirgends ein Konzert“, was sich wiederum interpretieren lässt als Musik überall, live und bei freiem Eintritt! Ausgestattet mit diesem Konzeptsatz beschloss Jack Lang, dass es jedes Jahr am 21. Juni – der Sommer-Tagundnachtgleiche und damit dem offiziellen Sommerbeginn – überall Musik geben sollte. Jeder, der wollte und ein Instrument besaß, sollte auf die Straße gehen und spielen.

    Und so geschah es. Seit dem Jahr findet die Fête de la Musique jeden Sommer statt, mit der Idee, dass es an diesem einen Tag im Jahr kostenlos Musik auf den Straßen und auf den Bühnen zu hören gibt. Die Idee wuchs schnell über Paris und sogar über Frankreich hinaus – so weit, dass der Tag der Musik 2021 auf allen Kontinenten und in Hunderten von Ländern gefeiert wurde.

    Doch zurück zum Thema, wie (und warum) man an der Berliner Fête de la Musique teilnehmen kann und sollte. Beginnen wir damit, einige gängige Missverständnisse auszuräumen.

    Fête de la Musique Berlin – Mythos Nr. 1

    Das vom Berlin Music Board mit der Organisation der Fête beauftragte Team organisiert die Veranstaltungsorte / Bühnen, auf denen Ihr spielen können.

    Falsch, die Wahrheit ist:

    Die Bühnen / Veranstaltungsorte werden unabhängig voneinander aufgebaut und betrieben (einige sind Straßenbühnen, viele sind Bars / Restaurants etc.), und zwar von jedem, der eine Bühne betreiben oder aufbauen möchte. Um Teil des offiziellen Programms der Fête zu sein, müsst Ihr Euch bis zum 31. März für Außenbühnen und bis zum 30. April für Innenbühnen anmelden. Das Fête-Team hilft bei Fragen und bei der Koordinierung (und auch bei der Werbung), aber es sind die Veranstaltungsorte, die entscheiden, wer auf ihren Bühnen spielen wird und wie die Konzerte organisiert werden. Zwei der größten Vorteile für einen Veranstaltungsort / eine Bühne, die in das offizielle Programm aufgenommen wird, sind:

    • dass es für alle offiziellen Bühnen eine Sondergenehmigung für Lärm (in angemessenem Rahmen) gibt (bis 22 Uhr, dann endet auch die Fête selbst).
    • Und außerdem: Die GEMA-Gebühren werden vom Music Board bezahlt, so dass die Spielstätten diese Kosten nicht bezahlen müssen, während die Musiker trotzdem für jeden Auftritt ein GEMA-Formular ausfüllen können.

    Fête de la Musique Berlin – Mythos Nr. 2

    Es ist schwierig, eine Bühne / einen Veranstaltungsort zu finden, bei dem man auftreten und spielen kann.

    Falsch, die Wahrheit ist:

    Eigentlich ist es erstaunlich einfach. Auf der FETE Berlin-Website (dieser hier!) gibt es ein „Matchmaking Tool„, in dem sich Bühnen einerseits und Musiker / Bands andererseits registrieren und zueinander finden können.

    NB: Wenn Ihr als Musiker auftreten möchtet, meldet Euch bitte nicht einfach im Matchmaking Tool an und wartet. Es zahlt sich (enorm) aus, proaktiv zu sein: Schaut Euch die verschiedenen Veranstaltungsorte an, die Ihr dort findet, wählt diejenigen aus, bei denen Ihr spielen möchtet (Ihr könnt an so vielen Orten spielen, wie Ihr an einem Tag unterbringen könnt), und schreibt ihnen, dass Ihr gerne auf ihrer Bühne spielen möchtet.

    Fête de la Musique Berlin – Mythos Nr. 3

    Die Fête findet jedes Jahr an einem anderen Tag statt.

    Falsch, die Wahrheit ist:

    Wie bereits erwähnt, findet die Fête de la Musique jedes Jahr am 21. Juni statt, dem Tag der Sommersonnenwende und dem offiziellen Beginn des Sommers.

    Fête de la Musique Berlin – Mythos Nr. 4

    Und das ist ein Knaller: Ihr dürft an diesem Tag kein Geld mit dem Musizieren verdienen.

    Falsch, die Wahrheit ist:

    Zwar soll an diesem Tag niemand für den Besuch eines Konzerts bezahlen müssen und die Musiker*innen, die mitmachen möchten, sollten deshalb ihre Zeit und Energie generell auch ohne eine finanzielle Entlohnung einbringen wollen, doch kann jede*r Musiker*in und jede Bühne ihre eigenen Regeln aufstellen.

    Und noch zwei Dinge sind zu beachten:

    1. Wenn Ihr Straßenmusiker in Berlin seid, dann seid Ihr bestimmt daran gewöhnt, regelmäßig von den Menschen in Blau des Spieles verwiesen zu werden. Aber am 21. Juni ist das anders. An diesem Tag ist es von 15 bis 22 Uhr offiziell erlaubt, überall in der Öffentlichkeit zu spielen – und natürlich auch, mit einem Hut rumzugehen. Keine Jungs oder Ladys in Blau, kein Katz-und-Maus-Spiel, nur pures Busking-Glück.
    2. Je näher der Termin rückt, desto mehr offizielle Plakate werden auf der Website www.fetedelamusique.de zum Download bereitstehen, auf denen Ihr den Namen des Veranstaltungsortes und den Künstlernamen eintragen könnt.

    Wie man einen Veranstaltungsort finden kann, wo man spielen kann

    Nachdem wir nun die wichtigsten Missverständnisse und Dinge, die man beachten sollte, geklärt haben, erfahrt Ihr hier, wie Ihr einen Veranstaltungsort finden könnt, an dem Ihr spielen könnt:

    1. Geht auf die Website www.fetedelamusique.de (wenn Ihr das lest, seid Ihr bereits hier!);
    2. Sucht die Schaltfläche „Matchmaking Tool“;
    3. Klickt den Navigationspunkt;
    4. Füllt das Formular mit Euren Daten aus;
    5. Gebt so viele Informationen wie möglich an, z.B. welches Genre Ihr spielt, welche technischen Anforderungen Ihr habt (um dem Veranstaltungsort eine Vorstellung davon zu geben, ob er Euch erfolgreich aufnehmen kann oder nicht) und so weiter;
    6. Bestätigt Eure E-Mail-Adresse in Eurem E-Mail-Programm;
    7. Und jetzt kommt das Wichtigste: Geht regelmäßig ins Matchmaking-Tool, auf das Ihr jetzt Zugriff habt, und seht Euch die Veranstaltungsorte an, mit denen Ihr gerne zusammenkommen würdet. Meldet Euch bei Ihnen, seid proaktiv und schickt ihnen eine freundliche Erinnerung usw.

    Und… das war’s, folks!

    Ja, so einfach ist das.

    Und wenn Ihr erst einmal im offiziellen Programm seid, könnt Ihr auch alle Eure musikbezogenen Insta-Reels mit FETEBerlin taggen und wir teilen Euch auf unserem Kanal.

    Wir sehen uns dort – Dein FETE-Team.

    Fotocredit: Brett Sayles via Pexels

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