Mit Musik durch die Coronakrise: #FETEBerlin stellt die schönsten Aktionen vor

Ausschnitt eines Manns mit Gitarre

Durch das Coronavirus hat sich das Leben bereits gravierend geändert und es gibt an der aktuellen Situation nichts schön zu reden. Nichtsdestotrotz bringt jede Krise auch Positives hervor. In Bezug auf Corona sind die von ihren Balkonen singenden Italiener ein Sinnbild dafür. Die große Welle der Solidarität und des gegenseitigen Unterstützens ist beeindruckend – sei es, dass Jugendliche für ältere Menschen einkaufen gehen, dass Gäste Restaurants mit „buy now, eat later“ Gutscheinabverkäufen unterstützen oder dass sich Clubs und MusikerInnen zusammenschließen und diverse Aktionen organisieren, um Einnahmequellen nicht vollends versiegen zu lassen.

Denn der Kulturbetrieb leidet unter der aktuellen Krise. Viele Veranstalter*innen fürchten um ihre Existenz, während die Bürger*innen ein Stück Lebensqualität vermissen. Wie gehen Kulturfreaks und Musikliebhaber*innen mit der Situation um? Wir zeigen Euch viele bunte Aktionen, denn sie spiegeln für uns auch „Spirit der Fête de la Musique“ wider.

Wir möchten unsere Kanäle nutzen, um Euch und Eure kreativen Ideen zu unterstützen, Kultur weiter erlebbar zu machen!

Wir veröffentlichen viele schöne Projekte auf einen Blick! Hier geht es zu einer ausführlichen Liste mit Streaming-, Kooperations- und Solidaritäts-Aktionen (die wir weiterführen und aktualisieren werden).

Wenn Ihr eine weitere Maßnahme oder Aktion kennt oder selbst durchführt, dann mailt uns gern an news@fetedelamusique.de und wir listen Euer Projekt ebenfalls.

Einige schöne Aktionen im FETE-Rampenlicht:

Balkon-Konzerte

Es gab einmal das lustige Videoformat „Balcony TV“. Musiker*innen aus dem Pop-, Folk- oder Hip-Hop-Bereich spielten, in der Regel akustisch, auf einem Balkon einige ihrer Lieder und trotzten dem Straßenlärm. Und wenn nun ein ganzes Land die Madonna gibt und vom Balkon trällert? Vergangenen Freitag (13.03.) nutzten in Italien, angesichts der dortigen Ausgangssperre, Jung und Alt ihren Balkon, um „jeder für sich, aber alle zusammen“ zu musizieren. Aus sicherer Entfernung konnte man die Musik genießen und erstaunt sein über die versteckten Talente seiner Nachbarn.

Den „Flashmob sonoro“ (klingenden Flashmob) haben sich zwei Tage später die Österreicher zum Vorbild genommen. Landesweit sangen und spielten am Sonntagabend Menschen auf ihren Balkonen, um Angst, Isolation und Langeweile zu überwinden („United Voices“).

I have a stream

Jetzt, wo in den nächsten Wochen nahezu alle Konzerte abgesagt sind, nutzen Musiker*innen vermehrt Streaming-Möglichkeiten, um ihre Fans zu erreichen. James Blunt spielte am 11.03. in der Hamburger Elbphilharmonie vor leeren Rängen und streamte das Konzert. Seither haben viele seiner Kolleg*innen intime Wohnzimmerkonzerte aufgenommen und via Twitter live übertragen, so z.B. Chris Martin, John Legend, der klassische Musiker Igor Levit oder die italienische Rocksängerin Gianna Nannini. Die Berliner Philharmonie bietet neben Livestreams über ihre „Digital Concert Hall“ auch kostenlosen Zugriff auf aufgezeichnete Konzerte aus 60 Jahren.

Da auch die Tanzflächen bis auf weiteres leer bleiben müssen, hat die Berliner Clublandschaft das Programm „United we stream“ aus der Taufe gehoben. Über diesen Streamingdienst gibt es seit dem 18.03. täglich von 19:00 Uhr bis 00:00 Uhr Live-DJ-Sets zu sehen. Erweitert werden soll das Angebot demnächst auch um Konzerte, Performances, Diskussionsrunden, Vorträge und Filme. Watergate, Sage, Tresor und Griessmühle sind nur einige der teilnehmenden Clubs. Wenn die Atmosphäre auch nicht dieselbe ist, so wird sicher demnächst in vielen Berliner Küchen und Wohnzimmern zu Livestreams getanzt werden.

 

The show must go on

Für die meisten von uns ist Musik ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Neben Konzert- und Clubgängen nehmen viele Menschen Musik- oder Gesangsunterricht oder verfolgen ein musikbezogenes Studium. An manchen Stellen ist digitaler Fernunterricht möglich, viele Kurse und Proben müssen aber ausfallen und Semesterstarts verschoben werden.

Ohne Musik fehlt etwas. Zwar können wir sie noch zuhause genießen aber das ist, wie sich jetzt deutlich zeigt, nur eine Ergänzung zum Erlebnis von Live-Musik. Musik verdient es, dass wir für sie auf ein Konzert fahren, Schlange stehen, uns gute Plätze ergattern. Und für wie viele Musiker*innen ist das Konzerte spielen, wie sie selbst sagen, der Teil der Karriere, der am meisten Spaß macht?

 

25 Years of FETE

FETE Jubiläums Logo

Wir arbeiten daran, dass die Fête de la Musique in ihrem Jubiläumsjahr an ihrem gewohnten Datum zum Sommeranfang stattfinden kann. Folgt uns auf Social Media und im Blog und bleibt auf dem aktuellen Stand!

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