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Hier spielt die Musik! Teil 2: unerhört!

Fête de la Musique am Centre Francais de Berlin

Wie es euch gefällt

Die Fête de la Musique Berlin stellt in einer dreiteiligen Miniserie Standortpartner der letzten 22 Jahre vor. Menschen, die der Musik wortwörtlich eine Bühne geben und ohne die der Tag der Musik in der Form nicht möglich wäre. Hier gilt die Aufmerksamkeit der stilistischen Vielfalt der Musik, die jedes Jahr am 21. Juni den Sommer begrüßt und jede Fête einzigartig macht.

Musik unterm Eiffelturm

Mit ein paar Stromanschlüssen und viel Idealismus beginnt die Geschichte der Fête de la Musique 1982 in Paris; Berlin musiziert bereits seit 1995 mit. Seit 2009 – als sich das Kulturzentrum Centre Francais de Berlin erstmalig zur FêteBerlin beteiligte – herrscht zum Sommeranfang ein besonderes französisches Flair in der Stadt. Das liegt an der ungeheuren musikalischen Vielfalt am Centre Francais im Wedding, den musikalischen Gästen aus Frankreich (dem Mutterland der Fête) und einer architektonischen Besonderheit.

Geschäftsführer Florian Fangmann über das Fest der Musik in der Müllerstraße:

Florian Fangmann

Als wir 2008 auf Einladung der Stadt Paris im Rahmen der Städtepartnerschaft Paris-Berlin zum ersten Mal mit einer Berliner Band auf dem Place Trocadéro vor dem Pariser Eiffelturm spielten, haben wir uns gesagt, wir müssen unbedingt die Fête auch bei uns vor dem Weddinger Eiffelturm veranstalten. Für das Centre Francais de Berlin als Deutsch-Französische Einrichtung, das sich für die Völkerverständigung und den Jugendaustausch einsetzt, ist die Fête quasi ein Muss und hat sich mit knapp 1.000 Besuchern jedes Jahr im Norden Weddings absolut etabliert. Wir laden auch regelmäßig junge Bands aus Frankreich ein, die immer gerne die Berliner Fête-Stimmung schnuppern!

– Florian Fangmann

Das blühende Leben

Das Fest der Musik ist nicht nur ein besonderes Angebot für die Besucher neue Musik kennenzulernen, sondern auch eines für junge Musiker neue Zuhörer zu finden. Insbesondere letzteres wurde seit 2011 zum Konzept der Bühne am Platz an der Marie im Prenzlauer Berg. Hier bekommen Nachwuchsmusiker aus dem Kiez oft ihre erste große Auftrittsmöglichkeit.

Uwe Bieseke von der KJFE im Gartenhaus an der Marie über das alljährliche, noch sehr junge Familienfest:

Uwe Bieseke am Mikrofon

Früher bin ich selber gerne von Bühne zu Bühne gezogen und die Entscheidung, selber eine Bühne zu betreiben fiel mir schwer, da ich befürchtete einiges zu verpassen. Trotz der Anstrengung ist es aber jedes Jahr wieder schön, den Kindern und jungen Schülerbands eine Möglichkeit zu bieten ihre Lieder vorzutragen. Mittlerweile entsteht jedes Jahr auf unserem Platz an der Marie ein kleines Familienfest mit vielen Angeboten und Ständen rund um unsere Bühne. Und am Ende des Tages bleiben die leuchtenden Kinderaugen und die stolzen Eltern in Erinnerung und lassen alle Mühen vergessen. Die Fête de la Musique ist ein großartiges Fest und eine Plattform für alle Arten der Musik. Man kann richtig spüren wie das Leben in der Stadt aufblüht. So etwas sollte es öfter geben.

– Uwe Bieseke

Wir Chören zusammen

Es ist eine der ältesten Formen der musikalischen Darbietungen und so etwas wie der Inbegriff des akustischen Musizierens. Menschen kommen zusammen und singen Volkslieder, Popsongs oder auch selbst verfasste Stücke. Ein Großteil von ihnen organisiert sich in so genannten Amateurmusikorganisationen, wobei die Bezeichnung eher irreführend ist. Der Chorverband Berlin koordiniert seit 2002 zur FêteBerlin an vier Standorten um die 80 wunderbare Chöre und Ensembles.

Bella Musica unter der Leitung von Wilfried Scheffler an der Nikolaikirche (c) Kai Bienert

 

Meiko Köhler, zuständig für Projekte und Kommunikation in der Geschäftsstelle des Chorverband Berlin, ist begeistert vom besonderen Charme, der Vorfreude und dem Zusammengehörigkeitsgefühl im Rahmen der Fête de la Musique:

Meiko Köhler

Für die Chöre der Stadt bietet die FêteBerlin eine wunderbare Gelegenheit, Zuhörer für sich zu begeistern. Das versuchen wir auch mit Hilfe von besonderen Orten, wie zum Beispiel das Singen ohne Bühne oder Technik im Nikolaiviertel. Man wird an jeder Ecke mit Musik überrascht. Wortwörtlich. Für viele Sänger ist die Fête ein letztes großes Highlight der Chorsaison, die anschließend mit den beginnenden Sommerferien endet. Dementsprechend begeistern sich die Chöre der Stadt auch für dieses Musikfest.

Viele können es meistens gar nicht erwarten und fragen sofort nach ihrem Auftritt für das nächste Jahr an. Das macht uns glücklich. Denn Musik macht glücklich und wenn wir Menschen über Musik dieses positive Gefühl vermitteln können, egal ob SängerInnen oder Zuhörer, dann sind wir auch gerne wieder im nächsten Jahr zur Fête dabei.

– Meiko Köhler

Von wegen stille Nacht

Willkommen auf der ‚Dark Side of Berlin‘! Das Blackland, seit 2010 betrieben von Freddy und Pille, sorgt für einen weiteren Farbtupfer im ohnehin bunten Fête-Programm. Rock und Metal in all ihren Facetten sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Fête de la Nuit, die am 21. Juni das Fest der Musik ausklingen lässt. Pille selbst fasst es es so zusammen:

Pille vom Blackland

Wir mögen es laut. Wir machen es laut! In Berlin gehört die Liebe zur Musik allgemein und zu unterschiedlichen Musikstilen einfach dazu, wie der Fernsehturm und das Brandenburger Tor. Rock und Metal sind Teil dieser Vielfalt. Zu dieser bunten Stadt gehört auch die Farbe Schwarz. Bei uns ist schwarz bunt genug. Gerockt wird gemeinsam mit allen Nationen und Generationen. Wir sind halt ein wenig lauter! Zur Fête de la Musique drehen wir immer gerne nochmal auf. Unser Motto alle Jahre wieder: Let‘s Rock and stay heavy!

– Pille

Cool Klassik

Ein weiteres Highlight ist seit 1999 die Teilnahme der Universität der Künste (UdK) mit „Les Jeunes Classiques“, die zur FêteBerlin nicht in ihrem Konzertsaal in Berlin-Mitte auftreten, sondern die Fête-Atmosphäre in Kreuzberg aufsaugen und genießen.

Für die Leiterin des künstlerischen Betriebsbüros an der UdK, Beate Roesner, war die Teilnahme an der Fête de la Musique vor fast 20 Jahren eine ihrer ersten Handlungen, wie sie erzählt:

Beate Roesner

1998 kam ich aus Köln an die UdK nach Berlin und habe schnell von der Fete de la Musique erfahren. Das Konzept, in der ganzen Stadt mit Musik zu feiern, hat mich sofort begeistert! Es ist großartig, dass wir auch mit unserer klassischen Musik einen Raum bekommen und dass unsere Musik-Studierenden bei diesem coolen Event auftreten können. Meistens sind wir in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg zu Gast und es ist einfach eine ganz andere Stimmung, dort im Rahmen der Fete zu spielen, als in einem normalen Konzertsaal. Vielen Dank für das Fest; es ist toll, dabei zu sein!

– Beate Roesner

Junge Künstler der Udk in der Heilig-Kreuz-Kirche

 

Ob Kulturzentrum, Kiezverein, Kirche, Verband, Musikneipe oder Schule, die Fête de la Musique lebt von der musikalischen Vielfalt durch die ganz persönliche Vielfalt ihrer Standortpartner. Im nächsten Teil dieser Serie geht es um besonders treue, also besonders langjährige Begleiter dieses Festes.

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