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Hier spielt die Musik! Teil 1: Frauenpower

Fête de la Musique 2016 vor dem Museum Europäischer Kulturen

Kiezkurven*

Die Fête de la Musique Berlin stellt in einer dreiteiligen Miniserie Standortpartner der letzten 22 Jahre vor, Menschen die der Musik wortwörtlich eine Bühne geben und ohne die der Tag der Musik in der Form nicht möglich wäre. Dabei geht es nicht nur um langjährige Partnerschaften, sondern um besondere Begegnung, was zum Glück oft auf Gegenseitigkeit beruht. Zunächst heißt es Ladies First!

Andrea und das Wetterfest der Musik

Auch wenn es weder das alljährliche Datum, der 21. Juni, noch die Bezeichnung ‚Sommeranfang‘ vermuten lassen, fand die Fête de la Musique in Berlin erstaunlich oft unter grauen Wolken und nicht im goldenen Sonnenschein statt. Und wie das mit grauen Wolken so ist, gehört manchmal auch Regen dazu. 2012 sorgte das Wetter sogar dafür, dass einige Veranstaltungen ins Wasser fielen.

Andrea Ferchland und ihr Team vom Museum Europäischer Kulturen ließen sich nicht abschrecken und werden diese Fete im Garten des Museums (damals noch ohne Zelt) auf keinen Fall vergessen, und das ist positiv gemeint:

Andrea Ferchland © Alina Hellwig

Die Sängerin Anka Gnoth war mit einer Begleitung angekündigt, aber es wurden mehr. Nach und nach kamen die Musiker, deren andere Auftritte wegen des schlechten Wetters abgesagt wurden, zu uns. Unser Techniker Bernd kam ins Schwitzen, aber dann spielte eine ganze Band. So liebe ich als Mitorganisatorin die Fête: alle sind voll dabei und haben ihren Spaß!

– Andrea Ferchland,
wissenschaftliche Mitarbeiterin  Abtl. Bildung, Vermittlung, Besucherdienste MEK

Susa, die musikalische Reisebegleiterin

In über 20 Jahren sind ein paar FETErekorde zusammen gekommen. Einer davon ist die Anzahl verschiedener betreuter Standorte in unterschiedlichen Bezirken.

Alleinige Rekordhalterin ist Susa Treubrodt, die die Fete seit fast zwanzig Jahren an unterschiedlichsten Standorten begleitet. In diesem Jahr als Projektmanagerin für den Festsaal Kreuzberg. Hier spricht sie über einige ihrer bisherigen Stationen:

Susa Treubrodt

  • Mitte der Neunziger: Aufbruchstimmung und alles ist möglich. auf dem Gelände des Pfefferbergs mit Konzertsaal, Subground und dem archaischen Biergarten endet die Fete meistens erst am nächsten Morgen.
  • Anfang der Jahrtausendwende: Neupositionierung und Neuorientierung – die Kulturbrauerei mit Kesselhaus und Maschinenhaus wird neuer hoffnungsvoller Ort des kulturellen Geschehens in der Stadt und wartet zur Fete mit einem opulenten Blumenstrauss internationaler Künstler auf.
  • Ende der Nuller Jahre: Tapetenwechsel – das White Trash öffnet alle Türen und macht die Schönhauser Allee in Mitte zum öffentlichen Spektakel, so dass sogar die Fussgänger in den Wahnsinn getrieben werden. Adrenalin pur!
  • Wieder mal ein Aufbruch: das Areal der Arena wird durch den neuen Mieter White Trash bunter und zur Fete steht nicht nur der Garten musikalisch in Flammen.
  • Und jetzt Neustart: der Festsaal Kreuzberg findet eine neue Heimstätte in Treptow und freut sich dieses Jahr Partner der Fete zu sein.

Marie ist grenzenlos verein(t)

Vor 6 Jahren schlossen sich Kiezbewohner in der Mittenwalder Straße 13 zusammen, um einen Verein zu gründen, der sich für Toleranz und den Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichem nationalen, kulturellen und sozialen Hintergrund einsetzt. Der Name des Vereins ist Programm: Miteinander ohne Grenzen (mog61). Die Mitglieder setzen sich für gelebte Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel durch Tauschplattformen ein, fördern Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung und organisieren Veranstaltungen.  So ist zum Beispiel die Fête de la Musique seit einigen Jahren ein fester Termin im Kalender des Vereins.

Warum das Fest der Musik und der mog61 so gut zueinander passen, beschreibt die Vorsitzende Marie Hoepfner:

Marie Hoepfner

Bei dieser Kulturveranstaltung par excellence wird der Toleranzgedanke durch musikalische Zusammenkunft zwischen Menschen verschiedener Kulturen, verschiedener sozialer Herkunft und verschiedener Altersklassen gefördert.

Es ist schön zu sehen, wie Menschen die Kunstform Musik in all ihrer Vielfalt feiern, um den Sommer zu begrüßen. Wie der Nachbarjunge, der auf einem Lastenfahrrad Schlagzeug spielend durch den Kiez kurvte und vor unserer Bühne Station machte. Das ist der Geist der Fête de la Musique, wie ich sie in Frankreich erlebt habe.

– Marie Hoepfner

 Fête de la Musique vor der mog61 Bühne

Fête de la Musique vor der mog61 Bühne

Andrea, Susa und Marie stecken wie alle Standortpartner eine Menge Arbeit in ihr Programm zur Fête de la Musique in Berlin; natürlich mit einem engagierten Team und viel Liebe zur Musik. Im nächsten Teil dieser Serie geht es um besondere musikalische Entdeckungen zum Sommeranfang.

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