Berlin ein Herz für Musik Musik

Berlin ein Herz für Musik Musik

Für unterwegs

APP FeteBerlin
fetedelamusique_logo

Die Zukunft der FetedelaMusique in Berlin – trauriger Zwischenstand

Im Mai 2014 teilte die GEMA mit, dass ab dem Jahr 2014 alle (derzeit 45) deutschen Städte, die Fête de la Musique – das Fest der Musik (FdM) zelebrieren, nach einem einheitlichen GEMA-Tarif abgerechnet werden und dass das „Fest der Musik“ nicht mehr als Stadtfest (Tarif U-St) sondern als Konzert (Tarif U-K) eingestuft wird. Der GEMA-Tarif U-K ist allerdings teurer als U-St. Für FdM-Berlin bedeutet dies eine Kostensteigerung von 63 % für die pflichtige GEMA/GVL- Lizenzvergütung. 18% des Gesamtbudgets der Veranstaltung sollen nun der GEMA/GVL zufließen.

Mit dieser massiven Erhöhung steht die FdM-Berlin vor einem Problem, denn das landeseigene Musikfest ist zu 100% durch öffentliche Mittel finanziert. Aber Mehrausgaben sind bei öffentlicher Förderung nicht erlaubt, ein Posten „Unvorhersehbares“ ist nicht zulässig, Zuwendungsbeträge werden deshalb nicht automatisch erhöht und Mehreinnahmen z.B. durch Sponsoring, Spenden, Crowdfunding sind verrechnungspflichtig, sprich mindern die Zuwendung. Es gab zwar erfreulicherweise eine Förderzusage der LOTTO-Stiftung vom März 2014 für die FdM-Berlin für die Jahre 2015–2016-2017. Aber die höhere GEMA-Forderung ist damit nicht gedeckt und die FdM-Durchführung kann somit finanziell nicht mehr gewährleistet werden. Deshalb wird am 24.9.2014 über einen Mehrkostenantrag (pro Jahr 8.000 € mehr für die GEMA/ GVL-Kosten) bei der LOTTO-Stiftung entschieden. Sagt die LOTTO-Stiftung nein, gibt es in Berlin keine Fete de la Musique mehr.

Ist die GEMA denn nicht in der Lage, so eine Veranstaltung wie die Fête de la Musique bzw. allgemein Musik-Feste/ Musik-Festivals angemessen zu tarifieren und eine Grenze von max. 10% des Gesamtbudgets (laut GEMA-Schiedsstelle/ Schiedsgericht) selbst anzubieten und einzuhalten?

 

Für unterwegs

APP FeteBerlin