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Achtung für Musikschulen!

Die FETEberlin erreichte folgende Brandmail zur Situation der Berliner Musikschulen:

Die Musikschulen sind ein selbstverständlicher und nicht wegzudenkender Bestandteil der Bildungslandschaft und des kulturellen Lebens in Berlin. Sie ermöglichen eine musikalische Ausbildung auch für Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern, die sonst die finanziellen Mittel dafür nicht aufbringen könnten. Das lebendige Zusammenwirken von Schülern und Lehrern bei gemeinsamen Vorspielen, in Konzerten, in Ensembles wie Orchestern, Kammermusikgruppen und Bands garantiert eine vielfältige Ausbildung.

Diese Arbeit leisten die Musikschul-Lehrkräfte meist in sozial und wirtschaftlich prekären Arbeitsverhältnissen als Honorarlehrer, die

  • keine vollständige Honorarfortzahlung im Krankheitsfall erhalten,
  • keinen Mutterschutz bekommen,
  • keine Alterssicherung zu erwarten haben,
  • ohne Angabe von Gründen kündbar sind,
  • nahezu keinen arbeitsrechtlichen Schutz genießen,
  • gegenüber angestellten Lehrkräften erheblich schlechter bezahlt werden und
  • durch bezirkliche Willkür bei Aufnahmestopps oft monatelange Honorarausfälle hinnehmen müssen.

Gut 90% der Musikschul-Lehrkräfte sind Honorarlehrer (Tendenz steigend!), womit Berlin seit jeher das unrühmliche Schlusslicht in Deutschland bildet. Für die Honorare gelten Sätze, die für Nebenberufler mit Fachhochschulabschluss ausgelegt sind. Die Honorarkräfte sind jedoch überwiegend hauptberuflich an den Musikschulen tätig und haben einen Hochschulabschluss.

Die Landes-Lehrervertretung der Berlin Musikschulen e.V. fordert daher Festanstellungen für hauptberufliche Lehrkräfte und einen Tarifvertrag für Honorarkräfte!

Alle, einschließlich der politisch Verantwortlichen, kennen die Studien über die Bedeutung der Bildung im Allgemeinen und der musikalischen Bildung im Besonderen. Doch wichtige Unterrichtsinhalte wie die Kooperation mit den allgemein bildenden Schulen stehen ohne rechtliche Absicherung der Musikschulkräfte vor dem Ende!

Warum lässt sich so wenig politischer Wille zur Ausbildung unserer Kinder erkennen? Viele bemerkenswerte Aktionen, Proteste und eindringliche Appelle hat es bereits gegeben: Es hat sich nichts getan! Deshalb wird dazu aufgerufen, den Verantwortlichen zu zeigen, dass musikalische Bildung in Berlin gewollt und gefordert wird, so dass es in Berlin für alle Menschen zugänglichen Unterricht in lebendigen, vielseitigen Musikschulen gibt!

Unterstützer dieser Forderung sind eingeladen, das Protest-Konzert mit dem Berliner Musikschullehrer-OrchesterProtest-Konzert mit dem Berliner Musikschullehrer-Orchester am Samstag, 24. September 2011 um 13.30 Uhr am Neptunbrunnen zu beuchen. Bei ungünstigem Wetter findet das Konzert in der Marienkirche nebenan statt.

Weitere Informationen auf der Homepage der Landes-Lehrervertretung der Berliner Musikschulten e.V. – die Fête Company bittet darum, die Aktion durch weiterleiten zu unterstützen.

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