Berlin ein Herz für Musik Musik

Berlin ein Herz für Musik Musik

Für unterwegs

APP FeteBerlin
fetedelamusique_logo

_FAQ

Fragen und Antworten zu Fête de la Musique allgemein und speziell zu Berlin. Hier kann man auch das komplette FAQ als pdf downloaden.

ALLGEMEIN

1. Was ist die Fête de la Musique und woher kommt die Idee?

Die Fête de la Musique ist das Fest der Musik. Kein Festival, sondern ein Fest, ohne künstlerische Leitung, basierend auf Bürgerbeteiligung. Der Importschlager aus Frankreich ermuntert Jung und Alt, Laien- und Profimusiker aller Stilrichtungen jährlich zum kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni zu den Instrumenten zu greifen (oder den Kehlkopf zu ölen) und bei freiem Eintritt und ohne Honorar in aller Öffentlichkeit, überwiegend unter freiem Himmel, Musik zu machen.

Die Gründungslegende der Fête besagt, dass der damalige französische Kulturminister Jack Lang von einer Studie beeindruckt war, die eine große Anzahl Franzosen als Amateur- oder Profi-Musiker auswies. Um diese Zahl einmal sichtbar und hörbar zu machen, rief er am 21. Juni 1982 alle Musiker in Paris dazu auf, für dreißig Minuten aus ihren Häusern zu kommen und auf der Straße zu musizieren.

1984 fand die erste Fête außerhalb Frankreichs in Liège/ Belgien statt. Ab 1985, dem „Europäischen Jahr der Musik“ verbreitete sie sich auf Initiative des französischen Kulturministeriums über die Landesgrenzen hinweg. Mittlerweile wird das Fest weltweit in mehr als 540 Städten, davon 300 in Europa und allein in Deutschland in mehr als 50 Städten und Gemeinden, gefeiert. Berlin ist seit 1995 dabei.

2. Ist die Fête de la Musique ein französisches Fest?

Nein. Die Fête trägt zwar einen französischen Namen, ist aber kein Musikfest für ausschließlich französische oder französischsprachige Musik bzw. Musizierende. Sie ist ein Musikfest für Jung und Alt sowie Laien- und Profimusiker aller Stilrichtungen aus der lokalen Musikszene. Viele Städte, die die Fête zelebrieren, übersetzen den Namen in die jeweilige Landessprache (Make Music Day, Fiesta de la Musica, Festa Muzika). Als Tribut an Frankreich, wo das Fest seinen Ursprung hat, wird der französische Titel jedoch meist (als weltweite Marke) beibehalten.

3. Kostet die Fête de la Musique Eintritt?

Nein. Der Besuch ist laut den weltweit gültigen Richtlinien, dem General Agreement, kostenfrei. Auch die Fête de la Nuit (Nacht) ab 22 Uhr, indoor kostet keinen Eintritt.

4. Wann findet die Fête de la Musique statt?

Jährlich zum kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni. In Berlin wird in der Zeit von 16 bis 22 Uhr überwiegend open air teils indoor musiziert. Ab 22 Uhr geht es weiter mit der Fête de la Nuit indoor.

5. Wer gestaltet die Fête de la Musique? Wer sind die Beteiligten?

Es gibt drei Hauptbeteiligte. Zunächst einmal natürlich die Musizierenden. Diese spielen entweder an einem festen Standort (Bühne) oder aber sie ziehen durch die Straßen und musizieren spontan akustisch. Zum anderen die festen Standorte (Clubs, Cafés, Kulturzentren, Kirchen, Vereine, Initiativen, Einzelpersonen u.v.m.) die im Programm stehen und Musizierenden eine Auftrittsplattform bieten. Organisiert und koordiniert wird die Fête i.d.R. durch eine Agentur/ Firma/ Verein im Auftrag der Kommunalverwaltung. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen Besucher und Musikliebhaber, die das Fest zu einem fröhlichem Miteinander und Erlebnis machen.

6. In meiner Stadt gibt es keine Fête de la Musique. Kann auch meine Stadt Fête feiern?

Mehr als 50 Städte in ganz Deutschland feiern mittlerweile die Fête. Voraussetzung ist die Einhaltung der Richtlinien, des General Agreement, der Fête weltweit. Eine Stadt in Deutschland, die ebenfalls „ihre“ Fête feiern möchte, kann mittels Lizenzvertrag das Nutzungsrecht an der Wort/ Bild-Marke „Fête de la Musique“ (welches von der Firma Fête Company – Organisation der Fête in Berlin – für das Gebiet Deutschland gehalten wird) erwerben. Es fallen keine Lizenzgebühren an! Die Kommunalverwaltung (Bürgermeister und/ oder Kulturbehörde) müssen hinter der Veranstaltung stehen – sowohl inhaltlich als auch finanziell fördernd. Als Hilfestellung gibt es ein Handbuch mit Informationen und Empfehlungen zur Ausrichtung einer Fête. Lizenzvertrag und Handbuch als Download hier.

7. Was passiert bei Dauerregen?

Jeder open air Standort hat einen anderen Plan für den Fall, dass es regnet. Manche haben die Möglichkeit indoor weiterzumachen, andere ziehen die Fête trotz Regen open air durch, einige wenige Bühnen sagen ab (saufen ab). Fest steht: die Fête findet bei jedem Wetter statt.

8. Wer organisiert die Fête de la Musique Berlin?

Seit 1995 organisiert die Firma Fête Company unter Leitung der Geschäftsführerin Simone Hofmann im Auftrag der Stadt Berlin (bis 2014 Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten, seit 2015 Senatskanzlei), die Fête Berlin. Mit Hilfe von Honorarkräften wird in verschiedenen Bereichen wie Partner-Behörden, Musik-Programm, Presse-Öffentlichkeitsarbeit, Social Media-IT und Grafik gearbeitet. Das Team setzt sich wie folgt zusammen – Kontakt.

Fête Company betreibt keine eigenen Standorte (Bühnen), sondern schafft den organisatorischen Rahmen, koordiniert die Musizierenden- und Standortanfragen, vermittelt Musizierende an die Standorte, kümmert sich um die Genehmigungsanträge bei den zwölf Bezirksämtern, die GEMA-/GVL-Lizenzierung, das Veranstaltungsmarketing u.v.m.

9. Fallen für die Organisation und Durchführung der Fête Berlin Kosten an?

Ja. Kosten fallen größtenteils an für: Personal des Organisations-/ Koordinationsbüros, Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Website/ IT (Host und Betreuung), GEMA-Lizenzgebühr u.s.w.. Die Gesamtkosten der Berliner Fête de la Musique betragen jährlich rund 117.000 € netto. Die Berliner Fête ist hinsichtlich der der Rechte-Pflichten-Aufteilung zwischen der Fête Company sowie den Standortpartnern (Bühnen) eine außergewöhnliche, nicht repräsentative Veranstaltung.

10. Wer finanziert die Fête de la Musique Berlin?

Die Berliner Fête ist eine Veranstaltung der Stadt Berlin. Die Kosten werden zu 100%, wie in allen Städten weltweit, von der öffentlichen Hand getragen. Die Finanzierung in Berlin wird seit dem Jahr 2010 von zwei Instanzen übernommen: durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei sind mittels eines Landeshaushaltstitels 25% der Kosten gedeckt und durch eine zusätzliche Zuwendung der LOTTO-Stiftung Berlin bis einschließlich 2017 werden die restlichen 75% der Kosten gedeckt.

11. Wer und wieviele Menschen besuchen die Fête de la Musique Berlin?

Die Besucherzahlen sind aufgrund der Dezentralität der ca. 100 Standorte (Bühnen) in allen zwölf Berliner Bezirken schwer zu erfassen. Es sind in jedem Fall mehrere zehntausend Besucher, je nach Wetterlage mal 100.000, mal 150.000, bei Fußball-Meisterschaften 70.000, bei Dauerregen weniger. Gemäß einer Besucherbefragung im Jahr 2011 sind 80% der Besucher aus Berlin. Die Hälfte besucht die Fête mit Freunden/ Kollegen, 35% mit Familie/ Partner/ Kinder und 15 % kommen allein.

12. Wo finde ich das Programm für die Fête de la Musique Berlin?

Das Programm wird Mitte Mai auf der Webpage www.fetedelamusique.de veröffentlicht. Unter dem Menüpunkt „Programm“ (wird Anfang Mai freigeschaltet) kann man dann z.B nach Bezirken oder Musikstilen suchen. Ebenfalls wird das Programm als pdf hochgeladen und ist auch dort nach Bezirken sortiert. Anfang Juni liegen gedruckte Programmfolder an verschiedenen Orten zur kostenlosen Mitnahme z.B. bei den teilnehmenden Standorten (Bühnen), in Plattenläden, in den Flyer-Displays in Institutionen, Cafés, Bars etc.. Weiterhin gibt es eine App mit dem Namen „FETEberlin“ für Android und iOS.


13. Kann ich die Fête de la Musique Berlin, speziell die Standorte (Bühnen), unterstützen?

Ja. Die 100 Standorte (Bühnen) machen sich sehr viel Arbeit und tragen hohe Kosten, um Musizierenden eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten. Oft wird den Standorten unterstellt, durch die Gastronomie fette Gewinne einzufahren. Doch viele Standorte landen gerade mal bei plus-minus-Null (+/- 0), einige beenden den Tag sogar mit Verlust. Daher der Aufruf und die Bitte: Kauft Euer Essen und Eure Getränke an den Standorten. Denn der Gastronomieverkauf ist für den Standort (Bühne) (neben einem gelegentlichen Sponsoring oder Werbekostenzuschuss) meiste die einzige Möglichkeit, die anfallenden Kosten für Bühnenbau, Technik und Logistik (Reinigung, Toiletten etc.) zu finanzieren.

FÜR MUSIZIERNDE DER FETE DE LA MUSIQUE BERLIN

14. Welche Möglichkeiten gibt es als Musizierender teilzunehmen?

Für Musizierende gibt es zwei Möglichkeiten zur Fête Berlin-Teilnahme:

1) ein Auftritt an einem der festen Standorte (Bühnen) in den zwölf Berliner Bezirken. Hierfür ist eine Bewerbung notwendig. Der Bewerbungszeitraum ist immer vom 21. Nov bis 21. Feb.

2) spontanes akustisches Musizieren (ohne Strom!) berlinweit in der Zeit von 16-22 Uhr. Für das spontane akustische Musizieren ist keine Anmeldung oder Bewerbung nötig. Es wird empfohlen diese Genehmigung runterzuladen, auszudrucken und für etwaige Kontrollen des Ordnungsamtes mit sich zu führen.

15. Was ist für die Musizierenden der Mehrwert einer Teilnahme?

Neben dem Spaß und der Freude an der Musik kann bei der Fête ein großes, musikbegeistertes Publikum und somit zukünftige Fans erreicht werden. Auch durch die Social Media-Kanäle und die Berichterstattung der klassischen Medien erreichen die Musizierenden der Fête viele Menschen. Obwohl kein Honorar gezahlt wird und den Musizierenden nicht gestattet ist, das Publikum um Spenden („Hut rumgehen lassen“) zu bitten, können z.B. Flyer für die nächsten Konzerte verteilt oder CD´s/ Kassetten/ LP’s/ Downloads verkauft werden.

16. Warum bekommen die Musizierenden kein Honorar für den Auftritt?

Die Grundidee der Fête ist ein kostenloses Musikfest, welches für jeden frei zugänglich ist. Ein Tag, an dem die Musik gefeiert wird, ohne kommerzielle Interessen. Das weltweit geltende General Agreement regelt, dass Musikformationen zur Fête ohne Honorar auftreten und kein Eintritt verlangt wird.

17. Wie kommt man zu einem Auftritt an einem festen Standort (Bühne)?

Jedes Jahr vom 21. Nov bis 21. Feb können sich interessierte Musizierende bewerben. Das geht ausschließlich über die Fête Webpage. Es gibt zwei Bewerbungsbögen, einen für Kinder-Musikformationen (bis einschließlich 12 Jahre) und einen für Jugendliche/ Erwachsene (ab 13 Jahre).

18. Wer entscheidet ob und an welchem Standort (Bühne) ein Auftritt stattfindet?

Die Standorte (Bühnen) gestalten ihr Programm selbst, entscheiden also autark über die Musikformationen, die sie präsentieren wollen. Ca. 50 Standorte wünschen und erhalten Programmhilfe von der Fête Company. Alle ca. 500 Bewerbungen pro Jahr werden vom Musik Department der Fête Company angehört und den interessierten Standorten angeboten. Sollte ein Standort Interesse an der angebotenen Musikformation haben, wird sich der Standort selbst (nicht die Fête Company) bis spät. 21. April bei der Musikformation melden. Denen, die leider keinen Auftrittsplatz erhalten, sendet Fête Company eine schriftliche Absage per Email Ende April/ Anfang Mai.

19. Muss man Technik/ Backline/ PA mitbringen? Was stellt der Standort (Bühne)?

Viele Standorte (Bühnen) haben eine Verstärkeranlage/ PA, einige nicht. Instrumente und spezielles Equipment bringen die Musizierenden selbst mit. Neben der eventuellen Bereitstellung von PA/ Technik verpflichten sich die Standorte ebenfalls, die auftretenden Musikformationen mit einem Catering (alkoholfreie Getränke und kleiner Imbiss) zu verpflegen.

20. Wird ausreichend Werbung gemacht?

Ja. Das komplette Programm der etwa 100 Standorte (Bühnen) wird in einem Programmfolder (Auflage 100.000, Format A6), sowie auf der Webpage (www.fetedelamusique.de) und der App (FETEberlin) veröffentlicht. Weiterhin wird das Musikfest mit 9.000 Plakaten in der Stadt beworben. Durch die Social Media-Kanäle wie auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist die Fête in der Öffentlichkeit gut präsent.

21. Ist eine Genehmigung nötig für akustisches (ohne Strom) Musizieren?

Ja. Durch die Genehmigung nach dem Landes-Immissionsschutzgesetz Berlin/ LImSchG kann im Rahmen der Fête in Berlin am 21. Juni in der Zeit von 16-22 Uhr berlinweit – in allen Bezirken, spontan und akustisch, musiziert werden. Die Genehmigung beantragt Fête Company für das gesamte Berliner Stadtgebiet. Sie gilt für das akustische Musizieren (nur unplugged, ohne Strom, ohne elektrische Verstärkung, ohne ELA-Verstärker-Anlagen/ PA-Anlage) auf allen öffentlichen (also nicht privaten) Straßen, Plätzen, in Park- und Grünanlagen, außer in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Gedenkstätten und ähnlichen schutzwürdigen Einrichtungen sowie Schulen während des Unterrichts und von Kirchen während des Gottesdienstes. Weiterhin stehen in den Regeln noch weitere Informationen. Empfohlen wird, die Genehmigung herunterzuladen, auszudrucken und vor Ort für eventuelle behördlichen Kontrollen dabei zu haben.

22. Ich habe einen Ort gefunden, an dem ich auftreten will. Wie wird dieser Ort und Auftritt mit in das Programm aufgenommen?

Dieser Ort kann sich per Online-Formular bei Fête Company als Standortpartner bis zum 21.2. bewerben. Aber bedingt durch die hohe Besucherfrequentierung bei der Fête Berlin, wird ein Standort (Bühne) nur in Betracht gezogen, der mehr als 300 Personen Platz bietet.

23. Vermittelt Fête Company auch Auftrittsmöglichkeiten außerhalb der Fête?

Nein. Nur bei speziellen Anfragen z.B. von Presse, Verbänden, Stiftungen steht Fête Company beratend zur Verfügung.

24. Wie funktioniert das mit der GEMA?

Wer in Deutschland in der Öffentlichkeit Musik abspielen oder aufführen möchte, wird damit im Regelfall Kunde der GEMA. Als Veranstalter gilt i.d.R. derjenige, der für die Aufführung, Vorführung oder Wiedergabe in organisatorischer Hinsicht verantwortlich ist. Die GEMA gewährt der Fête de la Musique in Deutschland leider keine Sondervereinbarung und dadurch sind die von der Besucherzahl abhängigen Lizenz-Kosten nicht planungssicher. In Frankreich ist die Fête de la Musique von der Lizenzgebühr (SACEM) befreit, in Deutschland nicht. Die pflichtige Lizenz-Anmeldung bei der GEMA der gesamten Berliner Fête übernimmt Fête Company und die recht hohen GEMA/ GVL-Kosten werden finanziert durch die Förderzuwendung der LOTTO-Stiftung Berlin. Der Standortpartner verteilt den Vordruck „GEMA-Musikfolge“ an die mitwirkenden Musikformationen und sorgt dafür, dass die ausgefüllten GEMA-Musikfolgen bis spätestens 21.8. an Fête Company gesandt werden. Für Musikformationen, die spontan akustisch Musizieren, steht der Vordruck-GEMA-Musikfolge zum Download auf der Fête-Webpage bereit.

Weitere umfangreiche Informationen zum Thema GEMA-Fête de la Musique gibt es hier.

FÜR STANDORTE (BÜHNEN) / STANDORTPARTNER DER FETE DE LA MUSIQUE BERLIN

25. Wie wird man Standort (Bühnen) - Partner?

Eine Interessensbekundung als Standortpartner zur Fête Berlin ist per Online-Formular in der Zeit vom 21.11. bis 21.2. möglich. Die Bewerbung ist nicht verbindlich und Fête Company behält sich vor aus verschiedenen Gründen (z.B, keine Aussicht auf behördliche Genehmigung) eine Absage zu geben. Dies wird im Zeitraum Feb-Apr in einem persönlichen Gespräch ggf. mit Ortsbegehung geklärt.

26. Was für Standorte (Bühnen) sind möglich?

Die Fête ist ein Musikfest, welches überwiegend unter freiem Himmel stattfinden soll, deshalb werden hauptsächlich open air Standorte gesucht. Es gibt aber auch indoor Standorte, was ein Segen ist für den Fall, dass es regnet. Standorte, die den Wunsch haben, können sowohl open air als auch indoor in der Zeit von 16-22 Uhr Programm präsentieren. Ab 22 Uhr geht es weiter mit der Fête de la Nuit, die ausschließlich indoor stattfindet, da das Landes-Immissionsschutzgesetzes Berlin/ LimSchG Open Air Veranstaltungen im Rahmen der Fête nur bis 22 Uhr erlaubt (Ausnahme am Freitag/ Samstag bis 23 Uhr möglich). Weitere Informationen stehen in den Regeln.

27. Was ist bei der Standortwahl zu beachten?

Möglich sind indoor oder open air Standorte, auf privaten oder öffentliche Flächen. Öffentliche (also nicht private) Straßen, Plätze, Park- und Grünanlagen sind beim jeweiligen Bezirksamt zu beantragen (Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes, Erlaubnis gemäß § 29 StVO). Diese dürfen nicht in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Gedenkstätten und ähnlichen schutzwürdigen Einrichtungen, sowie Schulen während des Unterrichts und von Kirchen während des Gottesdienstes, liegen. Auch sollte sich kein anderer Standort (Bühne) in Hörweite befinden. Die Größe der Fläche muss ausreichend bemessen sein (ab 300 Personen aufwärts).

28. Ist eine Straßensperrung ratsam und sinnvoll?

Nein. Eine Straßensperrung verursacht hohe Kosten (Gebühren, Verkehrszeichenplan, Security-Personal, etc.), fabriziert einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand und wird seitens der Behörden (Bezirksamt u/o Polizei) oft abgelehnt.

29. Wer ist Veranstalter, Fête Company oder ich als Standort (Bühne)?

Beide. Jeder Standortpartner (Bühne) ist der verantwortliche Veranstalter an seinem Standort. Veranstalter als Gesamtereignis ist die Stadt Berlin, vertreten durch die von der Senatskanzlei beauftragte Firma Fête Company.

30. Was entstehen für Kosten als Standortpartner (Bühne)?

Kosten entstehen in erster Linie durch Technik/ Logistik, Reinigung, Versicherung, behördliche Genehmigung(en), sanitäre Einrichtungen, Sicherheit/ Security, Abfallbeseitigung, etc. Eine pauschale oder gar zahlenmäßige Aussage kann hier nicht getroffen werden, da die Standorte sehr unterschiedlich sind. Vom rein akustischen Standort ohne Beschallungsanlage mit einem Teppich als „Bühne“, bis zur großen überdachten Bühne ist vieles möglich. Die Teilnahme als Standort (Bühne) im Rahmen der Fête, ist nicht kostenpflichtig, es wird keine Teilnahmegebühr o.ä. fällig.

31. Welche Genehmigungen benötigt ein Open Air-Standort (Bühnen)-Partner?

Derjenige, der öffentliches Straßenland nutzen will, muss sich dafür eine Genehmigung bei dem zuständigen Bezirksamt vorab einholen. Dieser formlose Antrag auf Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes nach dem Berliner Straßengesetz und auf Erlaubnis nach §29 StVO muss eigenständig vom Standortpartner (Bühne) beantragt und gezahlt werden. Für das Betreiben von Gastronomieständen muss weiterhin eine Genehmigung (Gestattung) beim Bezirksamt, Wirtschaftsamt, beantragt werden. Die Genehmigungen nach §11 LandesImmissionsSchutzGesetz Berlin für ALLE open air Standorte beantragt Fête Company bei den zuständigen Bezirksämtern, sendet diese Genehmigung dann dem Standortpartner zu. Dafür fallen keine Kosten an.

32. Kann der Standort (Bühne) sein Programm selbst gestalten?

Ja. Der Standortpartner entscheidet über die musikalische Ausrichtung selbst. Er stellt sein Programm autark zusammen, kann und „muss“ die Musizierenden selbst ansprechen/ akquirieren/ binden. Es gibt aber die Möglichkeit der Programmhilfe durch die Fête Company. Jedes Jahr bewerben sich ca. 500 Musikformationen um eine Auftrittsmöglichkeit bei der Fête de la Musique. Aus diesem Pool erhält der Standortpartner Vorschläge, sei es um das Programm durch „nur“ eine Musikformation zu ergänzen oder auch ein komplettes Programm zu kreieren.

33. Darf ein Standort (Bühne)-Partner Getränke und Essen verkaufen?

Ja. Der Standort (Bühne) organisiert die gastronomische Versorgung selbst und holt die dafür nötigen behördlichen Genehmigungen eigenverantwortlich ein. Die Anzahl der Gastronomiestände soll dem Standort und der zu erwartenden Besucherzahl angemessen sein. Meist werden nur 1-2 Stände von den Behörden erlaubt, denn Fête de la Musique ist kein Straßenfest sondern ein Musikfest. Der Gastronomieverkauf ist oft die einzige Möglichkeit, die anfallenden Kosten für Bühne, Personal und Technik zu decken. Einen Gastronomiestand ohne behördliche Genehmigung zu betreiben wäre unklug, denn das Ordnungsamt überprüft dies.

34. Muss sich ein Standort (Bühne) bei der GEMA selbst anmelden/ zahlen?

Nein. Die Lizenz-Anmeldung bei der GEMA der gesamten Berliner Fête übernimmt Fête Company. Diese recht hohen GEMA/ GVL-Kosten werden finanziert durch die Förderzuwendung der LOTTO-Stiftung Berlin. Jeder Standortpartner (Bühne) verpflichtet sich aber vertraglich dazu, die GEMA-Musikfolgen an Fête Company bis spätestens 21.8. zu senden.

Für unterwegs

APP FeteBerlin